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Kühlwasser-Konditionierung 

Kalksteinbildung, Korrosionen, Verkeimung und Veralgung rufen immer wieder erhebliche Schäden an Maschinen, Kühl- und Klimaanlagen hervor oder führen zu unhygienischen Betriebsbedingungen. Zur Verhinderung dieser Schäden bietet wir neben der oft aus wirtschaftlichen Gründen unerlässlichen apparativen Aufbereitung des Nachspeisewassers (z.B. Enthärtung oder Entsalzung), sowie der Kreislaufabsalzung über Absalzautomatiken verschiedene Konditionierungsmittel mit speziell abgestimmten Wirkkomponenten an.  Die Zielsetzung ist die Resthärtestabilisierung, und Dispergierung im Kreislaufwasser. Aber auch die Entkeimung mit Bioziden in regelmäßigen Abständen ist bei offenen Kühlsystemen häufig erforderlich. Anwendungen und Dosiermittel sollten nach Bedarf mit uns abgesprochen werden. Im Bereich der offenen Kühlkreisläufe und der Luftwäscher (Sprühbefeuchter) wird für die Auslegung der Wasseraufbereitung die VDI 3803 herangezogen Wir führen gerne entsprechende rechnergestützte Auslegungen für Sie durch.

Hauptkriterien für die Wasserqualität sind:

  • Wasserhärte

  • ph-WertChloride Leitwert
  • Sulfate
  • Verschmutzungen
  • Algenwuchs, biologischer Eintrag

Wasserhärte für Zusatzwasser

Wichtigstes Kriterium der Wasserhärte ist die Karbonathärte. Dabei wird in der Praxis häufig nur die Gesamthärte angegeben, in welcher die Karbonathärte bereits enthalten ist. Es wird unterschieden zwischen: sehr weichem Wasser 0,0 - 0,5 mmol/l = 0,0 - 2,8° dH weichem Wasser: 0,5 - 1,5 mmol/l = 2,8 - 8,4° dH mittelhartem Wasser: 1,5 - 3,5 mmol/l = 8,4 - 19,6° dH hartem Wasser:
3,5 - 5,5 mmol/l = 19,6 - 30,8° dH und höheren Werten

1,0 mmol/l entspricht 5,6° dH (deutsche Härte)

Der ph-Wert

Der ph-Wert ist ein Indikator für saures, neutrales oder basisches Wasser. Der Messbereich liegt zwischen 0 bis 14. Im Bereich zwischen 1 und 7 wird das Wasser als "sauer" bezeichnet und reagiert in Verbindung mit unedlen Metallen stark korrosiv.

Auch ein  basischer ph-Wert von 8 kann eine örtliche Korrosionsneigung nicht gänzlich ausschließen. Deshalb sollte bei Aluminium möglichst ein ph-Wert von 9 oder darüber  eingehalten werden.

Der Leitwert


Ist das Maß für die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und wird durch den  Chloridgehalt und weiteren Inhaltstoffen bestimmt.  Der Leitwert ist deshalb nicht allein durch den Chloridanteil im Umlaufwasser bestimmbar. Die örtliche Leitwertmessung wird mit einer Leitfähigkeits-Meßsonde ermittelt. Sie dient als Anhaltspunkt für den Chloridanteil im Kühlwasserkreislauf. Die so genannte Eindickung des Umlaufwassers wird durch den Vergleich der Leitwerte von Frischwasser zum  Umlaufwasser bestimmt.


Sulfate


Der Sulfatgehalt im Umlaufwasser sollte 600 mg/l nicht überschreiten. Zusammen mit dem Kalziumkarbonat bildet sich durch die Kristallisation im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung
Ca[SO4] • 2 H2O  Gips.

Algenwuchs

Je nach Aufstellungssituation kann besonders in den Sommermonaten verstärkter Algenwuchs aufkommen, der zur Leistungsreduzierung und im schlimmsten Fall  den Ausfall der Kühlturmanlage bedeuten kann. Der Algenwachstum wird besonders bei hohem Sauerstoffeintrag und Sonneneinstrahlung begünstigt.

Durch Stoßdosierung von JKL 30 wird starkes biologisches Wachstum und Algenbefall weitgehend unterbunden. Normalerweise werden ca. 1Liter pro m³ stoßdosiert.

Vorgehensweise zur Erreichung der optimalen Kühlwasserqualität:Eine Wasseranalyse, die vor Ort erstellt wurde oder eine dem Kühlkreislauf entnommene Wasserprobe, liefert wichtige Informationen über die Konsistenz des Kühlwassers.  Die folgenden Instrumente, die über uns erhältlich sind, sorgen stets für gute Wasserqualität und eine ausgewogene Bilanz:

 

  • Abschlämmung (Absalzautomatik)

  • Dosierpumpe (Stabilisator und Biozid)

  • Härtestabilisator und Korrosionsschutz JKL 25
  • Handmessgerät zu Messung des Leitwertes

  • Entkalker (Ionenaustauscher nur bei hartem Wasser)

  • Analyseset zur Messung der Wasserhärte